Hanfbeton, erklärt.
Hanfbeton besteht aus drei Zutaten: Hanfschäben, dem holzigen Kern der Hanfpflanze, Kalk als Bindemittel, Wasser. Gemischt ergibt das einen leichten, diffusionsoffenen Baustoff, der geschüttet, gestampft oder als Stein vermauert wird.
Was der Baustoff leistet.
CO2-Speicher
Die Pflanze bindet CO2 beim Wachsen, der Kalk bindet weiteres CO2 beim Aushärten. Der Kohlenstoff bleibt in der Wand, solange das Haus steht.
Dämmung und Masse zugleich
Ein Aufbau statt vieler Schichten: Hanfbeton dämmt und speichert Wärme in einem Material. Ohne Folien, ohne Styropor.
Wohnklima
Kalk ist alkalisch, Schimmel hat keine Grundlage. Die Wand puffert Feuchtigkeit, das Raumklima bleibt ausgeglichen, im Sommer wie im Winter.
Schallschutz
Die poröse Struktur schluckt Schall, statt ihn zu spiegeln. Aus demselben Material bauen wir deshalb auch Lärmschutzwände.
Mineralisch gebunden
Der Kalk umschliesst die Hanfschäben vollständig. Das Material ist mineralisch gebunden und schwer entflammbar.
Rückbau
Trennbar und wiederverwendbar. Am Ende der Lebensdauer entsteht kein Sondermüll, sondern Material für den nächsten Einsatz.

Wie wir damit bauen.
Das Tragwerk besteht je nach Projekt aus Beton oder Holz, die Gebäudehülle aus Hanfbeton. Das Material beziehen wir von der Schönthaler AG aus dem Südtirol, verputzt wird mit Kalk, oder die Oberfläche bleibt sichtbar.
An der Blümlisalpstrasse in Zürich haben wir die Hanf-Oberfläche aussen roh gezeigt: die Textur ist die Fassade.
Das Projekt ansehenEhrlich gesagt.
Kein Baustoff kann alles. Das sollten Sie wissen, bevor Sie sich entscheiden:
Hanfbeton trägt nicht selbst. Er braucht ein Tragwerk aus Beton oder Holz.
Die Wände sind dicker als konventionell gedämmte. Das kostet Grundfläche.
Die Bauweise ist in der Schweiz noch wenig verbreitet. Wir erklären Ihnen gerne, warum das kein Risiko ist, und zeigen Ihnen das gebaute Resultat.